TILMAN JANUS
MÄNNER LIEBEN


Harte Schwerter

Schwule Erotik-Geschichten aus der Vergangenheit

Es hat sie schon immer gegeben: schwule Männer! Und das ist gut so! Schau den schönsten und mutigsten von ihnen zu, dem jungen Pharao, den Helden von Troja, wilden Wikingern oder edlen Rittern. Sie alle liebten es, ihr hartes Schwert lustvoll mit dem eines anderen Mannes zu kreuzen …

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Leseprobe aus: Tilman Janus: Harte Schwerter
Copyright: Tilman Janus, 2026
Stierspringer
(Altes Kreta, Minoische Zeit, 1500 v. u. Z.)
Seitdem ich mit Rhadamanthys zusammen bin, lebe ich erst wirklich. Er ist mein Freund, mein Vertrauter, mein Geliebter, mein alles. Und er ist wunderschön, groß, stattlich, mit guten Muskeln ausgestattet und dabei schlank und biegsam. Sein langes, schwarzes Haar ist fein gelockt, so wie meines, aber noch dichter und schöner. Er ist jetzt zweiundzwanzig Jahre alt, ich bin erst achtzehn und bewundere ihn grenzenlos.
Mein Vater ist der König, also der Herrscher v
on Knossos in Kreta. Wir leben im Palast, der nach dem großen Erdbeben, das vor ungefähr zweihundert Jahren alles verwüstet hat, neu und größer wieder aufgebaut worden ist. Rhadamanthys ist mein Cousin, der Sohn des Bruders meines Vaters. Der Bruder regiert im Palast von Phaistos.
Mein Vater ist sehr streng mit mir. Er meint, als zukünftiger Herrscher müsse ich lernen, hart zu werden. Ha ha! Hart ist nur mein Schwanz, nämlich dann, wenn mein heiß geliebter Rhadamanthys mich beglückt!
Eine Weile lang konnten wir unsere Liebe geheim halten. Doch unsere Leidenschaft ist zu groß, um sie auf Dauer zu verstecken.
Vor einigen Tagen nun ruhte Rhadamanthys auf seiner Lagerstatt, ganz nackt in seiner vollkommenen Schönheit, und ich lag zwischen seinen wunderbaren Schenkeln und hatte sein hartes Schwert im Mund.  Davon konnte ich noch nie genug bekommen. Dieses heiße Ding, fest und elastisch zugleich, warm und duftend, immer gierig darauf, in meine Mundhöhle oder in meinen Hintern zu stoßen. Ich schmeckte den Honigsaft auf meiner Zunge und saugte mich noch mehr an Rhadamanthys' Eichel fest. Meine Finger rieben sanft über seine großen, schweren Hoden. Sein mächtiges Schwert zuckte und klopfte.
»Sarpedon! Mein süßer Prinz! Du machst das wieder so gut!«, seufzte mein Geliebter. »Ich liebe dich so sehr! Du! Es ist so schön! Ich bin gleich so weit! Ich fülle deinen Mund mit meiner Milch!«
Schon seine Worte brachten meinen eigenen Schwanz fast zum Überlaufen. Und als sich dann sein kostbarer Silbersaft in meinen Rachen ergoss, brauchte ich mein Teil nur kurz zu reiben, dann spritzte mir der Samen weit hinaus. Ich stöhnte genauso laut wie mein Liebster. Gerade wollte ich seine Milch in kleinen Portionen mit Genuss hinunterschlucken, da stampfte jemand in Rhadamanthys' Schlafgemach hinein. Es war – mein Vater!
»Sarpedon! Du niederträchtiger, weibischer Sohn!«, schrie er mit überschnappender Stimme. »Du willst ein Mann sein? Und lässt dich wie eine schwache Frau von einem Mann begatten? Die Schande ist zu groß, um sie nicht zu bestrafen!«
Ich verschluckte mich vor Schreck an meinem Lieblingsgetränk, an Rhadamanthys' Samen. Die Wut meines Vaters kann nur der verstehen, der weiß, wie die Menschen hier denken. Hätte ich selbst meine Männlichkeit in Rhadamanthys' Mund oder Hintern gesteckt, so würde das als verzeihlich angesehen werden. Auch wenn ich noch ein Knabe wäre, hätte mein Vater mein passives Dienen hingenommen, wenn auch nicht gutgeheißen. Doch wenn ich, ein erwachsener Mann und auch noch der Prinz und Thronfolger, als Gefäß für die Lust eines anderen Mannes diene, findet das niemand akzeptabel. So sind leider die Sitten hier.
»Ich nehme die Schuld auf mich!«, sagte Rhadamanthys sofort. Er war noch etwas außer Atem von seinem himmlischen Höhepunkt. »Ich habe deinen Sohn verführt, oh König!«
»So wirst du, Rhadamanthys, morgen mit dem Stier kämpfen!«, befahl der König. »Damit die Schande ausgelöscht werden kann. Und nie mehr wiederholt wird!«
Eine entsetzliche Furcht überfiel mich. Ja, vor zwei Jahren war mein mutiger Rhadamanthys öfter über Stiere gesprungen, zusammen mit anderen jungen Männern. Ein wildes, aber sehr beliebtes Spektakel! Doch seitdem er mein Geliebter geworden war, hatte er diesen gefährlichen Sport aufgegeben, mir zuliebe. Denn etliche junge Männer haben schon den Tod gefunden bei diesem schrecklichen Ritual, sie sind von den Hörnern der mächtigen Stiere aufgespießt worden.
»Rhadamanthys hat mich nicht verführt!«, rief ich hastig. »Ich liebe ihn! Wir sind … wir sind wie … wie ein Ehepaar!«
Das Gesicht des Königs lief dunkelrot an. »Noch schlimmer!«, brüllte er. »Für ihn wird das wildeste und stärkste Tier, der heilige Stier, aus meinen Ställen geholt werden!« Dann drehte er sich um und schritt hinaus.
Rhadamanthys riss mich in seine Arme. »Liebster!«, flüsterte er. »Mein geliebter Sarpedon! Ich werde für dich kämpfen! Und siegen!«
Ich zitterte, als ob ein eisiger Wind mich erfasst hätte. Ich wusste ja, welchen Stier mein Vater gemeint hatte: den braun und weiß gescheckten, den größten und bösesten, den je ein Stierspringer gesehen hatte. Das heimtückische Untier hatte schon zwei junge Männer getötet und galt als unbesiegbar. Deshalb war er unserem Gott Zeus geweiht worden, denn auch Zeus verwandelt sich gern in einen Stier, um schöne Frauen zu erobern. Kalte Schauer überliefen mich.
»Kämpfe nicht, Rhadamanthys!«, flehte ich ihn an. »Mein Vater will dich umbringen! Es ist unmöglich, gegen den heiligen Stier zu siegen!«
Er streichelte mich liebevoll. »Ich bin nicht feige. Ich werde mich diesem Tier stellen. Und ich werde es bezwingen.«
Ich begann zu weinen. Meine heißen Tränen tropften auf sein ernstes, schönes Gesicht. »Dieser Stier ist unbezwingbar!«
Er lächelte. »Wenn ich sterben sollte, werde ich, so wie Zeus, im nächsten Frühling neu geboren werden. Dann werde ich wieder bei dir sein.«
»Aber du bist nicht Zeus! Du bist ein Mensch! Und du bist mein geliebter Mann. Lass uns fliehen in der Nacht, fort von Kreta, zum Festland der Hellenen im Norden, oder nach Ionien auf dem östlichen Festland ! Ich habe ein gutes Boot, das wir zu zweit segeln können.«
Er schüttelte den Kopf. »Ich werde nicht vor der Gefahr fliehen. Ich werde für dich, für uns kämpfen.«
Ich wusste, dass er nicht davon abzubringen war, er war immer stolz gewesen und blieb es auch im Angesicht des Todes. Ich küsste ihn zum Abschied und zog mich in mein prinzliches Gemach zurück, denn er wollte Kräfte sammeln für den Kampf am nächsten Tag.
Als es dunkel geworden war, schlich ich zu den königlichen Ställen, um den heiligen Stier zu sehen. Ich hatte eine kleine Öllampe bei mir. Am Tage grasen die Stiere des Königs auf den Weiden um den Palast, doch nachts werden die wertvollen Tiere in den Stall getrieben. Der Braungescheckte hatte das größte Stallabteil. Mit seinen blutunterlaufenen Augen starrte er mich an, als ich die Lampe hob, um ihn zu betrachten. An sich wirkte er ruhig. Warum war er immer so böse, wenn er in den Palasthof getrieben wurde?
Ich beschaute ihn von allen Seiten. Und da sah ich es: Der Stier hatte einen kleinen Dorn in seinem tief herunterhängenden, riesigen Hodensack. Wahrscheinlich hatte er sich einmal im Freien auf einen Dornbusch gelegt, und niemand von den Stallknechten hatte die Verletzung bemerkt. Ich vermutete, dass er große Schmerzen haben musste, sobald er zum Galopp angetrieben wurde und somit seine Hoden hin und her schlugen. Und dass er vielleicht nie zum Ruhen kam, weil er auch beim Hinlegen starke Schmerzen spürte.
Ich stellte die Lampe auf den Boden und holte mir einen langen, bronzenen Haken, mit dem die Stallburschen die Stiere auf den Weiden dirigieren. Außerdem nahm ich aus der Futterkammer eine Tonschüssel voll Getreide und streute dem Tier die Körner dicht an das hölzerne Gatter. Der Stier kam heran und angelte mit seiner Zunge nach dem Futter. Rasch steckte ich den Haken durch das stabile Gitter und zog den langen Hodensack zu mir. Ganz vorsichtig! Mit einem geschickten Griff zog ich den Dorn aus der empfindlichen Haut. Einige Blutstropfen quollen aus der Wunde.
Der Stier brüllte dumpf und senkte seine langen Hörner gegen mich. Ich zog mich etwas zurück und beobachtete ihn. Nach einer Weile ließ er sich nieder, legte das Maul auf seine Vorderbeine, schnaufte noch einmal und schlief einfach ein.
Ob er nun am nächsten Tag weniger böse sein würde, wusste ich nicht, ich hoffte es aber inständig. Schnell und heimlich ging ich zurück in mein Gemach und legte mich auch zum Schlafen nieder.
Am nächsten Morgen war der ganze Palast von Stimmengewirr erfüllt. Geschäftig rannten Diener hin und her und bereiteten den Palasthof für den Stiersprung vor. Ich badete und kleidete mich sorgfältig an, um schön zu sein für meinen Geliebten, ganz gleich, wie der Kampf ausgehen würde.
Mein Vater, der König, nahm mit seinen Getreuen Platz auf einer erhöhten Mauer. Ich setzte mich etwas abseits hin, so, dass ich jederzeit in den Hof springen konnte. Denn ich hatte beschlossen, mich ebenfalls vor den mörderischen Stier zu werfen, falls Rhadamanthys zu Tode kommen sollte. Mein Herz war heiß wie Feuer, meine Haut kalt wie die Nacht im Winter.
Dann trat mein Geliebter in den Hof. Er trug nur ein weißes Hüfttuch um die Lenden gebunden und helle, weiche Stiefel aus feinem Schafsleder. Seine schöne Haut glänzte vor frischem Öl. Sein langes Haar hatte er zu einem festen Schwanz am Hinterkopf zusammengebunden. Er verbeugte sich vor dem König. Dann schien er mich zu suchen, entdeckte mich und lächelte zu mir hinauf. Ich spitzte meine Lippen wie zu einem Kuss und lächelte auch. So grausam, wie das auch alles war – wir wussten beide, dass wir uns für immer lieben würden, ganz gleich, ob hier im Reich der Lebenden oder im Reich der Toten.
Dann wurde der heilige Stier in den Hof getrieben. Er wirkte ausgeruht und lebhaft. Der König gab das Zeichen, und die Stallknechte schlugen das Tier auf die Hinterbeine, um es anzutreiben. Der Stier brüllte, scharrte mit den Hufen, entdeckte meinen Rhadamanthys und lief direkt auf meinen Geliebten zu. Fast blieb mein Herz stehen.
Rhadamanthys stand hoch aufgerichtet da, stolz, frei, schlank und göttlich schön. Er hob die Arme, wich keinen Zentimeter aus. Ich wurde demütig vor so viel Mut. Der Stier galoppierte auf ihn zu und senkte den breiten Kopf. Kurz bevor das Tier ihn durchbohren konnte, packte Rhadamanthys mit beiden Händen das linke Horn des Stiers. Das Tier riss erschrocken den Kopf hoch. Mein Liebster ließ sich von der Wucht der Kopfbewegung nach hinten auf den Rücken des Stiers wirbeln, dabei bog er das Kreuz elastisch durch, um den Hörnern auszuweichen. Mit einer Rollbewegung nach hinten sprang er über den Körper des Stiers und federte über dessen Hinterteil hinab auf den Boden. Er hatte den ersten Sprung geschafft! Mein Herz hämmerte wild.
Es schien so, dass der heilige Stier nicht so blindwütig war wie früher. Anscheinend hatte meine nächtliche »Heilung« ihm gutgetan. Doch er war immer noch schnell, wendig, kraftvoll und hochgefährlich, aber wenigstens nicht mehr völlig unberechenbar.
Noch zwei Sprünge musste Rhadamanthys überstehen. Es konnte noch viel geschehen! Ich wagte einen Blick zum König. Der saß mit gerunzelter Stirn da. Es sah so aus, dass er sich wunderte, warum der Stier an dem Tag wie ein normaler Stier wirkte und nicht mehr wie ein böser Geist.
Rhadamanthys sammelte seine Kräfte. Der Stier wendete und galoppierte wieder auf ihn zu. Und noch einmal packte mein Geliebter das spitze, geschwungene Horn und ließ sich über den Leib des mächtigen Tieres schleudern. Und er bewältigte danach auch den dritten Sprung!
Nun hätte er sich wieder vor dem König verbeugen müssen. Doch während die Stallburschen den Stier hinaus auf die Weiden trieben, lief Rhadamanthys mit langen Schritten auf die Mauer zu, auf der ich saß, und schwang sich kraftvoll nach oben – zu mir! Er fiel mir in die Arme und küsste mich, vor all den Menschen, vor dem König und seinen Leuten. Und ich küsste ihn auch und hielt ihn ganz fest. Freudentränen liefen mir über die Wangen. Ich spürte seinen Herzschlag an meiner Brust. Wir sprachen nicht. Wir brauchten keine Worte.
Dann stand mein Vater vor uns.
Wir lösten uns voneinander, und wir waren nicht demütig, wir standen stolz und aufrecht vor dem König.
»Nur Zeus weiß, wie du, Rhadamanthys, es geschafft hast, den wildesten Stier von Kreta zu bezwingen«, sagte er, und er sagte es nicht unfreundlich. »Zeus war mit dir! Und so sollt ihr beide euren Willen haben und zusammen sein, wie es euch gefällt.« Er winkte einem Diener, der mit einem goldenen Gegenstand in der Hand angerannt kam. »Dieses Heiligtum sei eures und soll euch beschützen!« Der König überreichte uns eine kleine, goldene Doppelaxt, das heilige Symbol unserer Priesterinnen. So weihte er uns als Mann und Frau und vereinte uns für alle Zeiten.
Am Abend dieses dramatischen Tages lagen wir zusammen auf meinem Bett. Die goldene Doppelaxt hing über uns an der Wand. Wir waren beide nackt. Rhadamanthys hielt mich in den Armen.
»Ich habe dich gesehen heute früh, dort auf der Mauer«, sagte er, »und ich wusste, wofür ich kämpfe. Dein Lächeln hat mir die Kraft gegeben.«
»Ich verneige mich vor deinem göttlichen Mut«, gab ich zurück.
»Aber dieser Stier war heute auch irgendwie anders als sonst«, meinte er sinnend. »Vielleicht hat Zeus mir wirklich geholfen.«
»Ganz sicher!«, stimmte ich ihm zu. Nie sollte irgendjemand von meiner nächtlichen Tat erfahren, niemals!
»Ich liebe dich, Sarpedon!«, flüsterte er zärtlich und nahm etwas von unserem wohlriechenden Öl. Sein Schwanz stand schon bereit, hoch und hart wie das Horn des Stiers, und seine Hoden waren fast so groß wie die des heiligen Tieres, aber viel straffer und schöner. »Dreh dich um, Liebster! Ich liebe deinen süßen, kleinen Arsch!«
Ich legte mich auf den Bauch in der seligen Vorfreude, dass er gleich zu mir kommen würde, dass er mich aufspießen und ausfüllen würde, wie es ganz bestimmt kein anderer Mann gekonnt hätte. Ich wusste das, obwohl ich immer nur ihm gehört hatte.
»Wie schön dieser Hintern ist!«, murmelte er verzückt und strich sanft darüber. »Es gibt keinen schöneren auf der Erde.«
Dann sprachen wir nicht mehr. Ich spürte, wie seine warme, ölglatte Eichel sich in mein Lustloch drückte, wie schon tausendmal vorher und doch wieder wie ein neues, aufregendes Mal. Weich und glücklich gab ich mich ihm hin, empfing ihn, meinen Freund, meinen Mann, meinen Geliebten, und bot ihm meinen Körper als Heimstatt an. Langsam schob sich sein hartes Schwert in meine innersten Gefilde, tief, tief hinein. Obwohl sein Streitkolben so groß war, hatte er bei mir Platz, so weit, bis ich seine Hoden an meiner Haut fühlte. In mir klopfte und bockte er vor Freude wie ein wildes Stierkalb. Dann beglückte er mich mit seinen Stößen, zärtlich und hart zugleich, ausdauernd und unermüdlich. Ich schob meine Hand zwischen Bett und meinen Körper und umfasste meinen Schwanz. In meinem Inneren entzündete sich ein heißes Lustfeuer, das sich auf meinen harten Kolben übertrug und mich lichterloh in Brand setzte. Mein Samen schoss aus meiner Eichel wie eine heilige Quelle. Ich bebte und schrie vor Lust.
Rhadamanthys' Stöße wurden noch härter. Und dann spürte ich dieses Wunderbare, das mich jedes Mal aufs Neue selig machte, das wilde Pumpen seines Schwanzes tief in mir, und wusste, dass er mich mit seinem heißen Milchsaft füllte.
Wir lagen lange so verbunden zusammen. Rhadamanthys küsste mich liebevoll auf den Nacken. Erst, als unsere Schwänze weich und zufrieden waren, schliefen wir fest umarmt ein, bis uns ein neuer, glücklicher Tag wecken würde. Und noch unzählige weitere glückliche Tage.


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